Gesellschaft

Leistungsfähige, kompetente und motivierte Mitarbeitende sind für eine nachhaltig erfolgreiche Geschäfts­tätigkeit von grosser Bedeutung. Allreal zahlt allen Mitarbeitenden, unabhängig, ob voll- oder teilzeit­beschäftigt, geschlechts­neutral faire, markt­gerechte Saläre und bietet über­durch­schnittliche Sozial- und Lohn­neben­leistungen.

Mitarbeiterentwicklung

GRI 404

Allreal legt grossen Wert auf die kontinuierliche interne und externe Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden über alle hierarchischen Stufen hinweg und übernimmt in der Regel 100 Prozent der anfallenden Kosten wie auch der Arbeitszeit. So wird sichergestellt, dass die Angestellten fachlich auf dem aktuellen Stand sind und qualitativ gute Leistungen erbringen. Bewährte und laufend optimierte Prozesse sowie gut ausgebildete, bau- und arbeitstechnisch versierte Mitarbeitende garantieren eine effektive Arbeitsweise und ermöglichen den effizienten Einsatz neuer Technologien.

Im Geschäftsjahr 2020 haben sich die Mitarbeitenden von Allreal während durchschnittlich 37.5 Stunden weitergebildet. Das Unternehmen investierte für interne und externe Aus- und Weiterbildung total CHF 202’854, das entspricht im Durchschnitt CHF 931 pro Mitarbeitenden.

Alle Mitarbeitenden haben mindestens fünf Wochen Ferien, zusätzlich ermöglicht ein attraktives Arbeitszeitmodell mit Jahresarbeitszeit ein eigen­verantwortliches und flexibles Arbeiten. Unabhängig von der Pandemie ermöglicht Allreal allen Mitarbeitenden mit Büro­arbeits­plätzen das Arbeiten von zu Hause aus.

Alle fünf Dienstjahre erhalten die Angestellten ein Dienstalters­geschenk in Form von Aktien, Ferien oder einer Barauszahlung; darüber hinaus verfügt Allreal über eine eigene Pensionskasse mit über­durch­schnittlichen Leistungen.

Der Bezug des neuen Hauptsitzes Lightcube im Glattpark im Sommer 2020 eröffnete die Chance, ein zeitgemässes Arbeitsumfeld umzusetzen. Im Lightcube haben die Mitarbeitenden nicht mehr nur ihren eigenen, nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen gestalteten Arbeitsplatz. Es bestehen diverse zusätzliche Arbeitszonen, die je nach Bedürfnis und anfallender Tätigkeit genutzt werden. So stehen Zonen für formelle oder informelle Besprechungen, fokussiertes, gemeinsames oder projektorientiertes Arbeiten zur Verfügung. Neben einer höheren Effektivität führt dies zu mehr Dynamik, mehr Bewegung und einem verstärkten Austausch untereinander. An mehreren Schulungen zur Ergonomie am Arbeitsplatz hatten die Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Arbeitsumgebung mit persönlicher Beratung optimal an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Seit Mitte 2020 bietet Allreal den Mitarbeitenden, die auf den Einsatz ihres Privatautos verzichten und den öffentlichen Verkehr benützen, ein kostenloses Jahres­abonnement für den gesamten Verkehrs­verbund des Kantons Zürich, Bern oder Basel an.

Beschäftigung

GRI 401-1, 401-2, 405

Alle Mitarbeitenden von Allreal erhalten jährlich eine Beurteilung ihrer Leistung, verbunden mit einer Zielsetzung für das folgende Jahr. Dieser standardisierte Prozess wird seit der letzten Überarbeitung im Jahr 2019 digital protokolliert. Damit sind hohe Transparenz und Fairness sichergestellt. Darüber­hinaus bietet eine alle sechs Monate durchgeführte anonyme Mitarbeiter­befragung Gewähr, dass Konflikt­potenziale auf Teamstufe frühzeitig erkannt und entsprechende Massnahmen definiert und umgesetzt werden. Zusätzlich findet alle zwei Jahre eine erweiterte Mitarbeiter­befragung statt, letztmals im Frühling 2019. Die Gruppenleitung analysiert die daraus gewonnenen Erkenntnisse und setzt zeitnah geeignete Massnahmen zur Verbesserung um.

Per 31. Dezember 2020 belief sich der Personal­bestand auf 218 Mitarbeitende beziehungsweise 206 Vollzeitstellen. Dazu kommt eine Lernende, die bei Allreal eine Ausbildung zur Kauffrau EFZ absolviert. Der Frauenanteil an der gesamten Belegschaft beträgt 31.2 Prozent und wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Diese Entwicklung soll auch in den kommenden Jahren weiter gefördert werden. Im Verwaltungsrat liegt der Frauenanteil bei 14 Prozent. Die Fluktuationsrate betrug im Berichtsjahr 12.7 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr zwar leicht angestiegen, bewegt sich aber im langjährigen Durchschnitt.

Im Sommer 2020 hat Allreal erstmals eine Lohngleichheits­analyse nach den Vorgaben des Gleichstellungs­gesetzes GIG durchführen lassen. Die von einem unabhängigen Beratungs­unternehmen und einer zusätzlichen Kontrollstelle durchgeführte Analyse bildet den Monat Juli 2020 ab und beinhaltet die Daten von insgesamt 223 Mitarbeitenden (68 Frauen und 155 Männer). Unter Berücksichtigung der Unterschiede in der persönlichen Qualifikation und weiterer funktionsbezogener Merkmale beträgt die Lohndifferenz 2.1 Prozent zuungunsten der Frauen. Diese Abweichung ist laut dem abschliessenden Bericht statistisch nicht signifikant – die Lohn­gleichheit von Mann und Frau gemäss GIG ist bei Allreal somit eingehalten.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

GRI 403-2

Die Arbeitssicherheit hat bei Allreal höchste Priorität, mit zusätzlichem Fokus auf die Baustellen. Projekt- und Bauleiter unterstützen und überwachen die beauftragten Unternehmer bei der Planung und der Umsetzung aller Massnahmen zur Verhinderung von Unfällen. Gleichzeitig stellt die Betriebssanität ein schnelles Eingreifen bei Notfällen an den Bürostandorten sicher. Um diese Aufgaben bestmöglich wahrzunehmen, werden sie mehrmals jährlich in verschiedenen Sicherheitsthemen geschult. 2020 fanden insgesamt neun Veranstaltungen statt. Dank dieser Massnahmen vermochte das Unternehmen die Zahl protokollierter erheblicher Sicherheits­risiken pro Audit seit der Einführung des Monitorings der Sicherheitsaudits im Jahr 2016 mehr als zu halbieren. Die direkten Kosten für Arbeits­sicherheit und Gesundheits­schutz, zum Beispiel Sicherheits­ausrüstung, Schulungen und Kontrollen, beliefen sich in der Berichtsperiode auf CHF 23’344.

Im Verlauf des Berichtsjahres führten die Verantwortlichen für Arbeitssicherheit und Gesundheits­schutz insgesamt 13 unangekündigte Baustellen­audits durch und protokollierten ihre Erkenntnisse. Dazu kamen drei Planungshilfen zur Unterstützung der Projekt­organisationen verschiedener Baustellen. Es musste keine Nachkontrolle aufgrund gravierender Mängel im Bereich Arbeits­sicherheit durchgeführt werden. Insgesamt stellte Allreal eine leichte Zunahme der kleinen Verstösse fest, die Anzahl der gravierenden Mängel hat auf sehr tiefem Niveau weiter abgenommen.

Im Jahr 2020 verzeichnete Allreal keine tödlichen oder schwerwiegenden Unfälle auf den Baustellen. Insgesamt haben sich zwei weibliche und vier männliche Personen während der Arbeitszeit leicht verletzt, das entspricht 2.75 Prozent der gesamten Belegschaft. Durch die sechs Unfälle entstanden total 20.3 Arbeits­ausfalltage. Unfallzahlen der von Allreal beauftragten Unternehmen werden statistisch nicht erhoben.

Im Februar 2020 hat das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit Zürich Allreal im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheits­schutz überprüft. Das Audit-Resultat fiel insgesamt sehr gut aus – die Verbesserungs­vorschläge wurden fristgerecht umgesetzt.

Neuer Hauptsitz

Im Rahmen des Bezugs des neuen Hauptsitzes im Glattpark wurde die gesamte Notfall­organisation an diesem Standort neu aufgebaut und die Betriebssanität entsprechend geschult. Aufgrund der Weitläufigkeit des Gebäudes steht neu auf jedem Geschoss mindestens ein Defibrillator zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Stillständen zur Verfügung. Ebenfalls wurde die Notfallorganisation mit den anderen Mietern im Gebäude koordiniert. Neu wird zur Evakuierung des Gebäudes eine App-Lösung verwendet, was eine korrekte Meldung an die Einsatzkräfte erleichtert.

Umgang mit COVID-19

Die Verantwortlichen für Arbeitssicherheit und Gesundheits­schutz haben in der Coronakrise einen Pandemieplan erstellt und laufend den behördlichen Vorgaben angepasst. Auf dieser Basis hat die Gruppen­leitung diverse Massnahmen angeordnet, welche Mitte März 2020 mit der Verordnung von 100 Prozent Homeoffice für alle Mitarbeitenden ausser den direkt auf Baustellen eingesetzten Bauleitungen einen ersten Höhepunkt erreichte. Die zweite Pandemiewelle zwang das Unternehmen ab dem 20. Oktober 2020 erneut zu 100 Prozent ins Homeoffice.

Während der gesamten Zeit der Pandemie leisteten die Koordinations­personen für Arbeitssicherheit eine Vielzahl von Arbeiten, zum Beispiel die Konzeption der Material­beschaffung im Pandemiefall oder auch die diversen baulichen und technischen Anpassungen an den Standorten auf Basis des Pandemieplans.

Während der Pandemie sind alle Mitarbeitenden mit Krankheits­symptomen verpflichtet, sich bei einer zentralen internen Stelle zu melden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 88 Fälle protokolliert. Dabei handelt es sich um normale Krankheitsfälle, Quarantänefälle aufgrund von Kontakten mit einer COVID-19-positiven Person und um effektiv erkrankte COVID-19-Personen. Per 31. Dezember 2020 hat Allreal 16 COVID-19-Fälle bei den Mitarbeitenden verzeichnet, die alle im weiteren Verlauf ohne schwerwiegende Gesundheitsfolgen abgeklungen sind.

Berufsunfälle

Ereignisse 2020

6

Pro 390’960 geleistete Arbeitsstunden