Gesellschaft

Leistungs­fähige, kompetente und motivierte Mitarbeitende sind für eine nachhaltig erfolgreiche Geschäfts­tätigkeit von grosser Bedeutung. Allreal zahlt allen Mit­arbeitenden, unabhängig, ob voll- oder teilzeit­beschäftigt, geschlechts­neutral faire, markt­gerechte Saläre und bietet über­durch­schnittliche Sozial- und Lohn­nebenleistungen.

Mitarbeiterentwicklung

GRI 404

Allreal legt grossen Wert auf die konti­nuierliche interne und externe Aus- und Weiter­bildung der Mitarbei­tenden über alle hierarchischen Stufen hinweg und übernimmt in der Regel 100 Prozent der anfallenden Kosten wie auch der Arbeitszeit. So wird sicher­gestellt, dass die Angestellten fachlich stets auf dem aktuellen Stand sind und ent­sprechende Leistungen erbringen können, was auch im Interesse von Allreal ist. Bewährte und laufend optimierte Prozesse sowie gut ausgebildete, bau- und arbeits­technisch versierte Mitarbeitende garantieren eine effiziente Arbeits­weise und ermöglichen den effizienten Einsatz neuer Technologien.

Im Geschäftsjahr 2019 haben sich die Mitarbei­tenden von Allreal während durch­schnittlich 63 Stunden weiter­gebildet. Das Unternehmen investierte für interne und externe Aus- und Weiterbildung total CHF 359 186, das entspricht im Durchschnitt CHF 1548 pro Mitarbeitenden.

Allreal Bauleiterschule

Seit 2010 führt Allreal eine eigene Bauleiterschule. Berufs­einsteiger und Quer­einsteiger aus anderen Bau­berufen erhalten so einen einfachen und strukturierten Einstieg in die Bauleitung bei Allreal und die firmen­spezifischen Abläufe. In sechs zweitägigen Modulen vermitteln erfahrene Mitarbei­tende aus allen Bereichen praxis­bezogenes Wissen von Normen­wesen über Kosten­bewirtschaftung bis hin zur Devisierung. Abge­schlossen wird die Ausbildung mit einer Diplom­arbeit. Im Sommer 2019 haben 15 Teilnehmende die mittlerweile sechste Auflage erfolgreich absolviert, die im Vergleich zu den Vorjahren grund­legend aktualisiert und überarbeitet wurde. Total zählt die Allreal Bauleiter­schule nun 84 Absolventinnen und Absolventen.

Beschäftigung

GRI 401-1, 401-2, 405

Alle Mitarbeitenden von Allreal erhalten jährlich eine Beurteilung ihrer Leistung, verbunden mit einer Ziel­setzung für das folgende Jahr. Dieser standardisierte Prozess wird seit der letzten Über­arbeitung im Jahr 2019 digital protokolliert. Damit sind hohe Trans­parenz und Fairness sichergestellt. Darüber hinaus bietet eine alle sechs Monate durch­geführte anonyme Mitarbeiter­befragung, das Team­barometer, die Gewähr, dass Konflikt­potenziale auf Teamstufe frühzeitig erkannt werden und ent­sprechende Mass­nahmen definiert und umgesetzt werden können. Zusätzlich findet alle zwei Jahre eine erweiterte Mitarbeiter­befragung statt, letztmals im Frühling 2019. Die Gruppen­leitung analysiert die daraus gewonnenen Erkennt­nisse und setzt zeitnah geeignete Mass­nahmen zur Verbesserung um. Im Jahr 2019 wurde etwa aufgrund der Erkennt­nisse aus der Befragung die Förderung flexibler Arbeitszeit- und Home-Office-Modelle voran­getrieben oder ein standardisierter Prozess für kontinuierliche Verbesserungs­vorschläge eingeführt.

Per 31. Dezember 2019 belief sich der Personal­bestand auf 232 Mitarbeitende beziehungs­weise 220 Vollzeit­stellen. Dazu kommen vier Lernende, die bei Allreal eine Ausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann EFZ absolvieren. Der Frauen­anteil an der gesamten Belegschaft beträgt 29.7 Prozent und wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Diese Entwicklung soll auch in den kommenden Jahren beibehalten werden. Im Verwaltungs­rat liegt der Frauen­anteil bei 14 Prozent.

Die Grund­gehälter männlicher Mitarbeitender in den wichtigsten Funktions­gruppen lagen im Jahr 2019 durchschnit­tlich 5.7 Prozent über denjenigen weiblicher Mitarbeitender. Bei der Gesamtver­gütung lag der Wert bei 6.4 Prozent. Dies ist in erster Linie mit dem durchschnittlich ebenfalls höheren Alter beziehungs­weise höheren Dienstalter der Mitarbeiter zu erklären.

Die Fluktuations­rate betrug im Berichtsjahr 9.1 Prozent und ist damit gegenüber den Vorjahren deutlich zurück­gegangen.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

GRI 403-2

Die Arbeits­sicherheit auf den Bau­stellen hat bei Allreal höchste Priorität. Bau- und Projekt­leiter unterstützen und überwachen die beauftragten Unternehmer bei der Planung und der Umsetzung aller Mass­nahmen zur Ver­hinderung von Unfällen. Um diese Aufgabe best­möglich wahr­nehmen zu können, werden sie mehrmals jährlich in verschiedenen Sicherheits­themen geschult. Im vergangenen Jahr fanden insgesamt neun Veran­staltungen statt. Im Verlaufe des Berichts­jahres führten die Verant­wortlichen für Arbeits­sicherheit und Gesund­heitsschutz insgesamt 15 unangekündigte Baustellen­audits durch und protokollierten ihre Erkenntnisse. Dazu kamen vier Planungs­hilfen bei der Vorbereitung komplexer Projekte. Aufgrund der durchgeführten Baustellen­audits wurde eine Nach­kontrolle wegen gravierender Mängel veranlasst. Darüber hinaus hat die Suva ihrerseits Unternehmer auf zwei Baustellen der Allreal General­unternehmung AG überprüft. Dank dieser Massnahmen vermochte das Unternehmen die Zahl protokollierter erheblicher Sicherheits­risiken pro Audit seit der Einführung des Monitorings der Sicher­heitsaudits im Jahr 2016 mehr als zu halbieren.

Als Mitunter­zeichner der Sicherheits-Charta der Suva hat sich Allreal verpflichtet, einen speziell hohen Einsatz für die Sicherheit auf Baustellen zu leisten. Über das Jahr verteilt finden zudem diverse Präventions- und Sensibilisierungs­kampagnen zur Reduktion von Nichtberufs­unfällen statt, zuletzt im November 2019 zum Thema Wintersport.

Im Jahr 2019 verzeichnete Allreal keine tödlichen oder schwer­wiegenden Unfälle auf den Baustellen. Insgesamt haben sich eine weibliche Person und zwei männliche Personen während der Arbeitszeit leicht verletzt, das entspricht 1.36 Prozent der gesamten Belegschaft. Durch die drei Unfälle entstanden total 49.5 Arbeits­ausfalltage. Unfallzahlen der von Allreal beauftragten Unternehmen werden nicht statistisch erfasst.

Berufsunfälle

Ereignisse 2019

3

Pro 393 574 geleistete Arbeitsstunden